Lehrerinformationen

LehrerInnen oder SchulleiterInnen, die sich für die Teilnahme am Tanzprojekt interessieren, werden gebeten, sich zu Beginn des Kalenderjahres mit dem Projektteam in Verbindung zu setzen. Jeweils im Februar werden die Bewerbungen für das kommende Schuljahr entgegen genommen. Bis Juni muss dann feststehen, welche Klasse der Schule an dem Projekt teilnehmen wird. Die KlassenlehrerIn wird in das Projekt integriert und sollte sich auf einen gewissen Mehraufwand gefasst machen. Gleichzeitig wird die Klassenleitung die Möglichkeit bekommen, im kommenden Schuljahr ihre Klasse einmal wöchentlich „von außen“ zu erleben. Konzeptionell sind die LehrerInnen im Unterricht anwesend und haben in erster Linie die Aufgabe, ihre Kinder wahr und ernst zu nehmen, sowie zu erleben, was sich bei den tanzenden SchülerInnen und in der Gemeinschaft bewegt und entwickelt. In den meisten Fällen finden die LehrerInnen im Laufe der ersten Stunden ihre passende Rolle, einige schauen beobachtend zu, bei anderen Klassen kann dies wiederum störend sein und so tanzt die Lehrkraft mit oder steht unterstützend im Unterricht zur Seite. Für die Tanzpädagogen ist es wichtig, dass auch die LehrerIn sich in der Rolle wohl fühlt und dass nicht ohne Absprache in den Unterricht eingegriffen wird. Tanzen ist für viele SchülerInnen etwas sehr persönliches, oft kann man SchülerInnen von einer ganz neuen Seite entdecken. Im Mittelpunkt steht das vollkommen wertfreie kreative Bewegen. Diese Arbeit sollen die begleitenden LehrerInnen unterstützen und genießen. In der inhaltlichen Arbeit gibt es LehrerInnen, die sich gerne kreativ einbringen, dies ist aber kein Muss. Es kann auch vorkommen, dass die Tanzpädagogin die LehrerInnen bewusst rausschickt, damit die Kinder beispielsweise etwas vorbereiten können, was sie dann wiederum den LehrerInnen präsentieren können. In der Festivalwoche ist die Klassenleitung für ihre Klasse verantwortlich und begleitet die Gruppe bis hinter die Bühne. In den meisten Klassen werden die Stunden aus den Zeiten für Sport, Musik oder Sachunterricht zusammengestellt. Auch Projektstunden oder Wahlpflicht-Kurse kommen in Frage. In der Oberstufe sind es oft Sport-Kurse oder auch Leistungskurse, in deren Rahmen das Tanzprojekt stattfindet. Weniger geeignet sind AGs oder anderer Unterricht im Nachmittagsbereich. Es ist konzeptuell von uns so vorgesehen, dass eine gesamte Klassengemeinschaft von der Entwicklung, die dieses Projekt mit sich bringt,  profitiert.

 

„Mit der tänzerischen Arbeit ist es gelungen die Schulgemeinschaft in ihrer Vielfalt an Herkunftsländern zusammen zu bringen, Hürden zu überwinden und ein anderes Miteinander zu ermöglichen. Das zeigt sich auch in einem veränderten Miteinander, das nicht mehr von Konflikten und Ausgrenzung geprägt ist. Ein Mitschüler, der vorher als Außenseiter galt, hat mittlerweile einen Zugang zu der Gruppe gefunden und so positive soziale Kontakte erfahren. Dies ist im normalen Schulunterricht nicht in dem Maße zu leisten“ Schulleiter der Konrad Adenauer Hauptschule Bad Honnef

 

„Die Zusammenarbeit ist äußerst bereichern zwischen Künstlerin und Lehrerin, da Ansprache, Sichtwiese auf die einzelnen Kinder und Zielsetzung unterschiedlich sind. Als Lehrerin steht das Führen und das Erreichen vorgegebener Ziele im Vordergrund. Die Künstlerin lenkt den Blick auf die Fähigkeiten und die Möglichkeiten, die in den Kindern stecken -eine Sichtwiese, die im Schulalltag zuweilen nach hinten rückt. Andererseits fließen die Erfahrungen und Beziehungen der Lehrerin mit den Kindern in das Tanzprojekt ein uns unterstützt die Arbeit der Künstlerin, in meinen Augen eine fruchtbare Zusammenarbeit“ Klassenlehrerin

 

Ablaufplan eines Tanzjahres

Vor Beginn des Unterrichts: 

Februar: Informationsabend für interessierte Schulen, anschließend Bewerbungsphase der Schulen zur Teilnahme am kommenden Jahr und gemeinsame Antragstellung

Juni: Besuch der Schulvorstellung des Vorgängerjahres mit der gesamten Klasse

Juli: Festlegung des Stundenplanes

September: Treffen aller Lehrer der beteiligten Klassen und Einstiegs-Workshop. Gleichzeitig Vorstellen der Tanzpädagogen auf den jeweiligen klasseninternen Elternabenden und Informationen über den ersten Elternbrief

Während des Tanzjahres:

September/ Oktober: Kennenlern-Wochen für Klasse und Tanzpädagogen, Thema: Gruppe zusammenbringen

Oktober/ November: Thema: Improvisation und Basistraining

November/ Dezember: Methodenvermittlung Komposition, evtl. kleine interne Präsentationen

Dezember: Themenumfragen, Themeneinstieg

Januar/ Februar: Materialfindungsphase

Februar: Konzeptionswoche Team, eine Woche kein Unterricht

Februar: Pressekonferenz zum Tanzjahr

März: Szenen finden und festlegenElternabend mit Infos zum Festival und Eltern-Workshop. Zweiter Elternbrief

April: Stück im Ablauf planen/ gemeinsamer Tag einiger Klassen, evtl. Projekttage

Ende April: Lehrer-Treffen für Planung des Festivals

April: Werbung geht raus, Kartenverkauf an die Eltern

Mai: Durchläufe in den Klassen

Mai: Restkarten gehen in den öffentlichen Verkauf

Juni: Endproben und Festivalwoche: 2 Tage Aufbau, 2-3 Tage Bühnenproben, 4-5 Tage Veranstaltungen (+ Schulvorstellung u.a. für Kinder zukünftiger Tanzklassen)

Nach dem Tanzjahr:

Juli: Evaluation in der Projektdatenbank für Schüler, Lehrer und Tanzpädagogen

September: Nachtreffen aller Beteiligten und Lehrer-Nachtreffen. Verabschiedung von der Klasse, gemeinsames Treffen zum Grillen o.ä.

 

Ablauf einer Stunde:

-Begrüßen/ Ankommen im Kreis

-Anfangsübung/Warm Up im Kreis

-In den Raum gehen/ im Raum ankommen

-Gefühl für den Raum/ Gruppe/ sich selbst

-Power

-“Technik“ -Übung der Reproduktion

-Improvisation alleine

-Partnerarbeit

-Von der Improvisation zu Komposition alleine oder in Partnerarbeit

-Ergebnisorientiert

-Präsentation vor der Klasse

-Erlernen einer Choreografie

-Cool Down / z.B. Improvisation im Raum alleine

-Abschlussrunde  und Raum für Gespräch

 

 

Bausteine des Unterrichts:

(TANZ) -TECHNIK

GRUPPENARBEIT

PARTNERARBEIT

IMPROVISATION

KOMPOSITION

CHOREOGRAFIE