2018/19

In Planung:

Im Schuljahr 2018/19 erprobt „Bad Honnef tanzt“ ein neues Format mit Porjektwochen an unterschiedlichen Schulen.

„LEBENSFREUDE“

 

Kinder und Jugendliche erobern ihre Stadt mit urbaner Kunst -Tanz, Graffiti und Musik. Medial und filmisch festgehalten und präsentiert

 

Ein Projekt von „Bad Honnef tanzt“ in Kooperation mit lokalen Institutionen und Schulen

 

„Lebensfreude verbürgt“ ist das Motto, welches die Stadt Bad Honnef seit vergangenem Jahr trägt. In einem Kulturprojekt wollen wir gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der Bad Honnefer Schulen diesen Spruch mit Leben füllen, ihn darstellen, aber auch kritisch hinterfragen. Was braucht es in Bad Honnef für jungen Menschen, um glücklich zu sein? Was sind die Werte, die ihnen wichtig sind und wie sehen sie ihre Stadt und Welt, in der sie später mal leben wollen? Wie gestalten wir selber aktiv eine Gemeinschaft, in der jeder einen Platz hat? Was macht jede einzelne Persönlichkeit darin aus?

 

Dabei werden das Thema und die Ergebnisse der Hinterfragung in Form von Kunst und Kultur dargestellt und festgehalten. Die Gruppen bekommen ein Grundwissen an freier Bewegung, Improvisation und Tanzkomposition vermittelt. Anschließend können sie ihre Meinung durch Szenen und Chorografien ausdrücken. Parallel dazu wird mit Musik, bildender Kunst und Medien experimentiert. Ein Musiker und Komponist begleitet die Probenphase und entwickelt gemeinsam mit den TeilnehmerInnen Songs, Texte und Rhythmen, die inspiriert durch die Stadt entstehen und aufgenommen werden. Ein Team von Film- und Medienkünstlern zeichnet Ergebnisse auf und geht mit der Kamera und den Kids an die Orte, die den jungen Menschen wichtig sind. Bedient werden kann sich dabei an den urbanen Kunstformen -durch Hip-Hop, Kunst, Bewegung, Graffiti und Foto und Film, sowie Musik drücken Jugendliche ihre Gefühle und ihre Verbundenheit zu ihrer Heimat aus.

 

Diese Entwicklungsarbeit auf mehreren Ebene -Tanz, Musik, Kunst und Film findet während einer intensiven Projektwoche statt und mündet in ein gemeinsames Ergebnis, welches auf Video aufgezeichnet und ein Teil des Gesamtergebnisses sein wird. Zehn Mal führt das Team diese Woche durch und richtet sich dabei jedes Mal an eine andere Schule der Region und erarbeitet einen anderen Aspekt von Lebensfreude und Lebenswelten der jungen Menschen.

 

Das Ergebnis einer jeden Gruppe ist Ausgangspunkt für die nachfolgende Projektarbeit und wird sozusagen als Videobotschaft von Schule zu Schule geschickt. Nach dem Motto: „Das ist unsere Meinung. Und was sagt ihr?“ Dadurch entsteht eine Art Fortsetzungsgeschichte, die sich durch die Stadt zieht und die ein möglichst großes Spektrum an unterschiedlichen Menschen, Kindern und Jugendlichen zu Wort kommen lässt und abbildet. Der entstehende Film mit Tanz und Musik geht raus aus den Schulen und rein in die Stadt.

 

Ziel ist es, dass die TeilnehmerInnen über die künstlerische Arbeit auch ihr Umfeld (neu) entdecken, schätzen und aktiv gestalten. Orte, aber auch Institutionen, Menschen und Vereine werden miteinbezogen und von den Gruppen besucht.

Die Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen wird in den Mittelpunkt gestellt, die entstehenden Kunstobjekte können Ausdruck der Persönlichkeiten sein. Der Film kann als Imagefilm der Stadt im Namen der jungen Menschen verstanden werden, wird aber auch sicher kritische Punkte aufwerfen und soll die Erwachsenen und Entscheidungsträger genauso auf die Wünsche und Lebenswirklichkeiten der Kinder und Jugendlichen aufmerksam machen.

 

Das Projekt verortet sich an den Schulen der Region, um eine Teilhabe aller Gesellschaftsschichten sicher zu stellen und auch die Begegnung der jungen Menschen möglich zu machen. Die Klassen sind jahrgangsgemischt; es nehmen sowohl Grundschulkinder, als auch Kinder jeder Form der weiterführenden Schulen teil. Diversität und Vielfallt stehen im Mittelpunkt der Projektwochen. In jeder Woche werden Arbeitsgruppen entstehen, zu denen sich die Teilnehmer ihren Neigungen entsprechend zuteilen können. Unter Anleitung einer Choreografin, eines Musikers, eines Film- und Fotokünstlers, sowie einer bildenden Künstlerin dürfen die Kinder ihre Ideen entwickeln und darstellen. Etwa 50 Kinder und Jugendliche können in einer Schule teilnehmen, so dass am Endergebnis der 10 Schulen in etwa 500 junge Menschen beteiliget sind.

 

Am Ende des Schuljahres werden die Filme der 10 Schulen zusammengetragen und in Form eines gemeinsamen Kunstfestes präsentiert. Auch hier stehen die Begegnung und der Austausch zwischen den jungen Leuten im Zentrum. Neben den mit den Teilnehmern gemeinsam entwickelten und aufgezeichneten Sequenzen, kann ein Dokumentarfilm über die Entstehung der Kunstbeiträge gedreht werden. Das gemeinsame Festival präsentiert die Videobotschaften und kann durch Live-Beiträge ergänzt werden.

 

Als Verein der Tanzkunst stellen wir die Bewegungsarbeit ins Zentrum des Projektes. Der freie Ausdruck über den Körper wird geschult, Übungen in Gruppen und Partnerarbeit sollen ein Gefühl für das Miteinander sensibilisieren. Soloaufgaben und Improvisationselemente stärken das Selbstbewusstsein und die Körperwahrnehmung der einzelnen Kinder.

 

An mehreren Tagen wird die Produktion aus Film, Tanz, Musik und Kunst im großen Rahmen der Öffentlichkeit präsentiert. Hier steht vor allem die Wertschätzung der Arbeit der Kinder im Vordergrund.

 

Ziel ist es den Kindern durch die Arbeit einen nachhaltigen Zugang zu Kultur zu geben und ihr Selbstbewusstsein zu stärken. Außerdem wird die Erreichung bildungsfernerer Familien und das Bilden einer Plattform für Begegnung und Austausch zwischen den SchülerInnen aus verschiedenen Kulturen und zwischen den Schulen der Region unterstützt. Tanz, Musik und Kunst fördert die Selbstkompetenz der Schüler, das Gefühl für den eigenen Körper, Fitness, Musikalität und Koordination, aber auch die Kreativität, Selbstverantwortung, Persönlichkeitsbildung und Integration. Das Projekt orientiert sich an den Ideen und Wünschen der TeilnehmerInnen.