2015 Was glaubst du?

 

 

3. Bad Honnefer Sommertanzfestival von 14.-18. Juni 2015 im Ratsaal des Bad Honnefer Rathauses

 

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Schon zum dritten Mal erlebte Bad Honnef das traditionelle Sommertanzfestival mit Tanz, Bewegung und Kultur an ungewöhnlichen Orten. „Bad Honnef tanzt“ steht für intensive und künstlerisch hochwertige Choreografien mit Laien und Schulklassen aus der Region. Aber auch ein außerschulisches Jugendtanzensemble mit bereits tanzerfahrenen Mädchen und Jungen hat sich mittlerweile etabliert und wie jedes Jahr wird auch wieder ein Gastspiel mit Tanz-Profis eingebunden, um noch ein weiteres Stück Kulturleben in die Stadt zu bringen.

Unter dem Motto „Das Siebengebirge tanzt“ weitete sich das seit 2012 bundesweit bekannte Schultanzprojekt „Bad Honnef tanzt“ auf die Nachbarstädte Königswinter und Rheinbreitbach aus.
Sieben Klassen aus drei Städten in NRW und Rheinland-Pfalz arbeiten wöchentlich ein Schulhalbjahr mit der Choreografin Anna-Lu Masch an ihrem ganz persönlichen Tanztheaterstück mit dem Titel
„Was glaubst du?“. Im Vordergrund steht die Bewegungsfreude, der Moderne Tanz durch Improvisation und Tanzkompositionslehre. Die Ideen der 150 TänzerInnen werden zu musikalischen Eigenkompositionen, dieses Jahr teilweise auch live gespielt, gemeinsam mit allen Klassen auf der Bühne gezeigt. Für die Stückentwicklung hinterfragten die Kinder und Jugendlichen ihre Einstellung zum Glauben und was „Glauben“ für die bedeutet. Daraus ergab sich ein vielfältiges Spektrum an Themen, denn „wer nicht glaubt, denkt alles zu wissen“, war eine zentrale Erkenntnis der Kinder.
Am 17. und 18. Juni jeweils um 18Uhr zeigte die 6. Klasse der Gesamtschule Oberpleis Asituationen zum abergläubischen Verhalten und sehen sich selber als Superhelden mit traumhaften Superkräften. Wie würde ich meine Heldenkraft einsetzen um meine Welt zu verändern und welche Kraft steckt tatsächlich in mir? Beide 3. Klassen der GGS Am Reichenberg beschäftigen sich mit dem Thema Leben und Tod und vertanzen als große Gruppe ihr Stück zu einer persönlichen Interpretation von „Der Tod und das Mädchen“ mit dem Pianisten Björn Jentsch. Die 8. und 9. Klassen der Konrad Adenauer Hauptschule drehten einen Kurzfilm zum Thema Illusion und zeigen ihre vielfältige Sicht auf Religion auf der Bühne. Aus Rheinbreitbach zeigt die 4. Klasse der Gebrüder Grimm Schule märchenhafte Szenen und hinterfragt Medienflut und Medienglaube. Verbunden durch zwei junge Sprecher werden die Szenen der Klassen zu einem einem philosophisch, poetisches Abendteuer verschmelzen.
Glaube, Religion, Märchen, Aberglaube, Sprichwörter, Mythen, Tradition, Medieneinfluss, Leben, Tod, Superhelden, Mensch-Sein und der ganz persönliche Blick auf die eigene Lebenswelt sind die Themen der entstandenen Choreografie. Passend zum Thema wird sie dort präsentiert, wo sonst die für die Region wichtigen, politischen Entscheidungen getroffen werden: Im Ratssaal des Zentralen Rathauses Bad Honnef. Ein modernes Märchen. Was glaubst du?

In „Farbulus“ bewegten sich am 16. Juni um 18Uhr mit selbstgebauten riesigen Masken die 12 jungen TänzerInnen des Jugendtanzensembles- alle mit mehrjähriger Tanzerfahrung bei „Bad Honnef tanzt“- zu den Klangexperimenten der eigenen Band, bestehend aus jugendlichen Musikern am Schlagzeug, Flügel, Trompete, Harve und mit Gesang. Das gemeinsam mit Tanz und Musik entstandene Stück erzählt eine Geschichte des Wachsens und erwachsen werdens. Metamorphosen und die ein Leben bestimmenden Verwandlungen werden mithilfe von Fabelwesen und Traumfiguren skizziert. Dafür haben die TeilnehmerInnen sich mit ihren Charaktereigenarten und deren Transfer in ein überspitzes und fabelhaftes Wesen beschäftigt.

Was macht mich aus und wie fühlt sich Verwandlung an? Ein fabelhaft zauberhaftes Stück Tanz.

Das Gastspiel „TonSalabum“ für die ganze Familie von Klein bis Groß, wurde als Auftakt der Festivalzeit am 14. Juni um 16Uhr gezeigt. Menschen erfinden Maschinen, Menschen benutzen Maschinen und manchmal sind Menschen wie Maschinen. Aber was passiert, wenn Puppen lebendig werden und von Ihrer Spieluhr heruntersteigen? Was passiert,wenn Kinder mit diesen Puppen spielen? Was passiert, wenn Töne uns Menschen bewegen? Die Geschichte von der verrückten Spieluhr wird erzählt zu der Musik von György Ligeti, live mit dem Bläsern von „QUINT Olé“ sowie professionellen Tänzer und Pantomime Darstellern.

Das Festival beinhaltet auch eine Vorstellung für Schulklassen, ein Workshopprogramm, sowie eine Fotoausstellung mit Eindrücken der Entwicklung von Tanz in Bad Honnef.

 

„Der Gewinn geht an die Schülerinnen und Schüler: Oftmals ist es dringend nötig, dass sie lernen, wie gut es tut, sich gemeinsam zu bewegen und sich dabei anders zu begegnen. Im Idealfall führt diese Erfahrung zu einer lebenslangen Leidenschaft, Sport zu treiben oder sich weiter für die vielfältige Welt des Tanzens zu begeistern. Sie entdecken ihre Potenziale, haben dabei Spaß und soziale Kontakte. Aber auch Bad Honnef gewinnt: Die kleinen und großen tanzenden Menschen machen unsere Stadt bunter und attraktiver. Sie setzen einen deutlichen Akzent hin zu mehr Lebensfreude. Auch deshalb habe ich gerne die Schirmherrschaft übernommen.“ Otto Neuhoff

 

 

Grußwort Schirmherr Otto Neuhoff